Monday, November 02, 2009

Ich begehe gerade meinen 4ten Tag in Vaihingen an der Enz bzw. dem kleinen Vorort Kleinglattbach, wo sich die Gärtnerei Willmann befindet, aus der einst der Handelkontor Willman hervorgegangen ist (der mittlerweile den gesamten Raum Stuttgart, Heidelberg, Tübingen, Karlsruhe mit leckeren Bio-Produkten beliefert und die ein oder andere Trainee-Stelle an süße Witzenhäuser Absolventinnen vergibt) und deren hölzerne Dachetage uns für die nächsten 12 Monate Quartier sein wird. Das Wetter zeigt sich nur mäßig gewillt uns die ackerlastige Hügellandschaft schmackhaft zu machen, aber die hölzernen Dielen, die kuscheligen schrägen Zimmer mit Oberlichtern, die schnuckelige Küche und die Kühe vor der Haustür haben nicht lange gebraucht, um den Pflock einzuschlagen, an den wir nun freudig unsere Zeltleinen knoten. Ein ruhiges, gemütliches, von herzlichen Leuten mit gewöhnungsbedürftigem Dialekt bewohntes Fleckchen Erde, welches für das Verfassen einer Bachelor-Arbeit fast schon ein bisschen schade scheint. Was einen dazu bewegt, das liebgewordene Witzenhausen für diese schwäbische Enklave zu verlassen? Neben all den bereits erwähnten Aspekten vor allem das eine: Endlich kann ich die Leckersten der leckeren Schrozberg MoPros (Molkereiprodukte ... ich muss mich hier auf eine Naturkosteinzel- bzw. Grosshandelssprache einlassen, sonst katapultiere ich mich selbst ins Abseits) ohne Ende und vor allem ohne Gewissensbisse shoppen, denn die geliebte Manufaktur liegt von hier nur noch knappe 123 Kilometer entfernt (statt der vorherigen 310!), was mein Regional-Bedürfnis arg befriedigt. Wenn der Produzent nicht expandiert, muss man halt selbst ein bissl näher rücken, nicht wahr?!

1 comment:

Sasteplaste said...

Lass es Dir schmecken, liebe Cousine und viel Energie für die Bachelor-Arbeit.
Liebe Grüße aus Schneckenmühle.