Umgeben von Geigenklängen, mit viel Bildungsstreik, Hochschulpolitik und Revolution im Kopf neigt sich unser zweiter Abend auf der Burg Lohra dem Ende zu. Heute spielen die Wise Guys in Göttingen und ich bin trotzdem hier ... bei engagierten Studis der Ökologischen Agrarwissenschaften, die ihren Status ernst nehmen und aktiv mitmischen. Ein sehr schönes Gefühl und dennoch etwas rührend, wenn man vorhat diese faszinierende Vereinigung über kurz zu verlassen. Clueso spielt in Köln, mein gen Süden heimwehendes Herz tanzt zu „Chicago“ und eine fleißige, auch nachts noch hellwache Fachschaftlerin ordnet neben mir Gremien samt Mitgliedern und Terminen auf bunten Plakaten. Zwischen Dänemark und Südkorea steht es 0:0 und die leckersten Essensdüfte ziehen durch die Sackflickstube, die uns als Tagungsraum und Speisesaal dient. Ob es heut noch weitergeht? Das wird sich mit gefüllten Mägen entscheiden. Die Nacht ist jedenfalls zu kalt für Gendarmen und ich hab wirklich besseres zu tun, als hier, im mittelalterlichsten Tagungszentrum des Südharz’ trotz schwachem Handy-Empfang noch zu surfen. Zum Beispiel könnte man Taizé-Töne in der burgeigenen Kapelle trällern ... Morgen geht’s zurück, Montag wird geschrieben (!) und dann folgt hoffentlich irgendwann mal ne Nacht im eigenen Bett. Bin doch mehr homeward bound als geglaubt.
Saturday, November 14, 2009
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